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Praktikumsvisum Deutschland 2026: Voraussetzungen & Prozess

Hanna Kovacs

Hanna Kovacs

Product Manager, Global Mobility

Veröffentlicht am 27. April 2026·9 Min Lesezeit

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026

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Ein Praktikumsvisum für Deutschland ist ein nationales Visum, mit dem Nicht-EU-Staatsangehörige ein Praktikum in einem deutschen Unternehmen absolvieren können — meist nach §16e Aufenthaltsgesetz (AufenthG) oder, für Studierende ausländischer Hochschulen nach dem vierten Semester, nach §15 Nr. 6 Beschäftigungsverordnung (BeschV). Viele Praktika brauchen keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit; fachbezogene Praktika ausländischer Studierender brauchen ihr Einvernehmen. In den Fällen von relokate dauert der Prozess vom Start bis zum ersten Tag 8–18 Wochen, und das Visum muss in der Regel vor dem ersten Praktikumstag erteilt sein.

Alle Zahlen und Schwellenwerte in diesem Artikel beziehen sich auf die Rechtslage 2026; Bearbeitungszeiten stammen aus den Fällen von relokate.

Im Folgenden wird erklärt, wer das Visum benötigt, welche Voraussetzungen gelten, wie sich Pflicht- und freiwillige Praktika unterscheiden und wie der Prozess end-to-end abläuft.

Hinweis

Dieser Artikel betrifft Praktikanten, die derzeit außerhalb Deutschlands leben und ein deutsches Praktikumsvisum aus dem Ausland beantragen müssen. Er gilt nicht für Praktikanten, die bereits eine gültige deutsche Aufenthaltserlaubnis zum Studium besitzen — diese können in der Regel im Rahmen ihrer bestehenden Erlaubnis ein Praktikum absolvieren, im Rahmen des Arbeitstagekontos von 140 Arbeitstagen im Jahr (§16b Abs. 3 AufenthG).

Wer braucht in Deutschland ein Praktikumsvisum?

Wer als Nicht-EU-Staatsangehörige:r in Deutschland ein Praktikum absolvieren möchte und derzeit außerhalb Deutschlands lebt, braucht grundsätzlich ein deutsches Praktikumsvisum. Ein Aufenthaltstitel aus einem anderen europäischen Land — etwa ein niederländischer, französischer oder schwedischer — berechtigt für sich genommen nicht dazu, in Deutschland zu arbeiten oder ein Praktikum zu absolvieren: Die Schengen-Regeln betreffen Kurzaufenthalte und Reisen, nicht die Beschäftigung.

Kurz gesagt: Hat der Praktikant einen Nicht-EU-Pass und lebt derzeit im Ausland, braucht er vor dem ersten Tag ein deutsches Praktikumsvisum — es sei denn, das Praktikum fällt unter die 90-Tage-Regel unten.

Compliance-Warnung

Ein Praktikum ohne das erforderliche Visum zu beginnen, ist ein Compliance-Verstoß sowohl für den Praktikanten als auch für das Unternehmen. Bußgelder und ein beschädigter Compliance-Eintrag sind die Folge.

Die Ausnahme: Praktika von höchstens 90 Tagen

Praktika nach §15 BeschV gelten aufenthaltsrechtlich nicht als Beschäftigung, wenn sie höchstens 90 Tage innerhalb von 12 Monaten dauern (§30 Nr. 2 BeschV).

Staatsangehörige von Ländern, die für Kurzaufenthalte visumfrei sind (etwa USA, Kanada oder Japan), brauchen für ein solches Praktikum kein Visum. Wer für Kurzaufenthalte ein Visum braucht, benötigt ein Schengen-Visum — oder nutzt einen Aufenthaltstitel eines anderen Schengen-Staats, der Kurzaufenthalte erlaubt. (Quelle: Auswärtiges Amt — FAQ.)

Praktika über 90 Tage und Praktika, die nicht unter §15 BeschV fallen, brauchen ein nationales deutsches Visum.

Praktikanten, die bereits mit einer deutschen Aufenthaltserlaubnis zum Studium in Deutschland leben, brauchen in der Regel kein separates Praktikumsvisum — wie oben erwähnt, ist das nicht Gegenstand dieses Artikels. Eine Übersicht aller relevanten deutschen Visumstypen für internationale Einstellungen finden Sie auf der offiziellen BAMF-Übersicht zu Migration und Aufenthalt sowie auf Make it in Germany (BMAS) und in den Einwanderungs-Guides von relokate.

Welche Voraussetzungen gelten für ein Praktikumsvisum in Deutschland?

Die Anforderungen an ein Praktikumsvisum in Deutschland hängen davon ab, welche Rechtsgrundlage auf den Praktikanten zutrifft. Es gibt zwei Hauptwege: §16e AufenthG und §15 Nr. 6 BeschV. Für beide gilt:

  • Unterzeichneter Praktikumsvertrag
  • Detaillierter Praktikumsplan
  • Nachweis, dass der Praktikant seinen Lebensunterhalt in Deutschland decken kann
  • Bei §15 Nr. 6 BeschV: Einvernehmen der Bundesagentur für Arbeit (BA); bei §16e: stattdessen eine schriftliche Kostenübernahmeerklärung des Unternehmens

Zusätzlich zu den praktikumsspezifischen Unterlagen verlangt die deutsche Auslandsvertretung einen ausgefüllten Visumsantrag, einen gültigen Reisepass, einen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und einen Nachweis über eine Krankenversicherung. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich zwischen Pflicht- und freiwilligen Praktika sowie zwischen den Botschaften.

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Pflicht- vs. freiwilliges Praktikum: Wo liegt der Unterschied?

Das deutsche Einwanderungs- und Arbeitsrecht behandelt Pflicht- und freiwillige Praktika unterschiedlich. Die Unterscheidung beeinflusst die Mindestlohn-Anforderung, die benötigten Unterlagen und Teile des Visumsantrags. Wer das zu Beginn des Prozesses falsch einordnet, riskiert Verzögerungen — eine klare Abgrenzung lohnt sich also vor der Antragstellung.

PflichtpraktikumFreiwilliges Praktikum
Curriculum-Pflicht?Ja — formal vorgeschriebenNein — vom Praktikanten gewählt
Mindestlohn-Pflicht?Nein — befreitJa — 13,90 €/Stunde (2026), außer bei bis zu 3 Monaten zur Orientierung oder studienbegleitend
Lebenshaltungs-NachweisMindestens 992 € netto/Monat — Sperrkonto, Stipendium oder VerpflichtungserklärungIn der Regel durch die Mindestlohn-Vergütung gedeckt
ZusatzdokumentSchriftliche Bestätigung der ausländischen Universität, dass das Praktikum als Pflichtleistung anerkannt wirdDirekter Studienfach-Bezug (im Praktikumsplan darzulegen)

Pflichtpraktikum

Ein Pflichtpraktikum wird ausdrücklich vom ausländischen Studiengang des Praktikanten verlangt. Die Universität muss das Praktikum formal als Bestandteil des Curriculums vorschreiben, und das Praktikum beim deutschen Unternehmen muss von der Hochschule offiziell als Erfüllung dieser Pflicht anerkannt sein.

Pflichtpraktika sind nach §22 MiLoG vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen. Der Praktikant muss jedoch nachweisen, dass er seinen Lebensunterhalt in Deutschland decken kann — mindestens in Höhe des BAföG-Höchstsatzes, 2026 also 992 € netto pro Monat (Quellen: Bundesagentur für Arbeit; Make it in Germany). Dies kann durch ein Stipendium, ein Sperrkonto oder eine Verpflichtungserklärung des Arbeitgebers nachgewiesen werden.

Ein zentrales Zusatzdokument ist außerdem erforderlich: eine schriftliche Bestätigung der ausländischen Universität, dass das Praktikum bei diesem konkreten Unternehmen als Pflichtleistung im ausländischen Curriculum angerechnet wird. Ohne dieses Schreiben greift die Pflichtpraktikums-Befreiung nicht.

Freiwilliges Praktikum

Ein freiwilliges Praktikum wählt der Praktikant unabhängig von den Anforderungen seines Studiengangs. Es ist nicht im Curriculum vorgesehen und es ist keine Universitäts-Bestätigung über eine Pflichtleistung erforderlich.

Freiwillige Praktika sind grundsätzlich nicht vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen (Mindestlohngesetz). 2026 beträgt der Mindestlohn 13,90 € brutto pro Stunde — bei 40 Wochenstunden rund 2.400 € brutto im Monat (§1 MiLoV5). Ausgenommen sind freiwillige Praktika bis zu drei Monaten zur Orientierung oder studienbegleitend, wenn zuvor kein solches Praktikum bei Ihnen bestand (§22 MiLoG) — dann muss der Praktikant mindestens 992 € im Monat für den Lebensunterhalt nachweisen. Der Arbeitgeber muss die Vergütung über den Praktikumsvertrag oder eine separate Gehaltsbestätigung nachweisen.

Auf beiden Wegen muss das Praktikum einen direkten, nachweisbaren Bezug zum Studienfach haben — nach §16e muss es dem Studium bzw. Abschluss fachlich und im Niveau entsprechen. Eine generische oder fachfremde Stelle reicht nicht.

§16e AufenthG oder §15 Nr. 6 BeschV: Welcher Weg gilt für welchen Praktikanten?

§16e AufenthG§15 Nr. 6 BeschV
Wer?Studierende oder Absolvent:innen, deren Hochschulabschluss höchstens zwei Jahre zurückliegtAn einer ausländischen Hochschule eingeschriebene Studierende mit mindestens vier Semestern
Bezug zum StudiumMuss dem Studium bzw. Abschluss fachlich und im Niveau entsprechenMuss in engem Zusammenhang mit dem Studium stehen
Höchstdauer6 MonateInsgesamt bis zu einem Jahr während des Studiums
Bundesagentur für ArbeitZustimmungsfrei (§15 Nr. 1 BeschV)Einvernehmen der BA (ZAV), frühestens sechs Monate vor Beginn zu beantragen
Weitere VoraussetzungenSchriftliche Kostenübernahmeerklärung des UnternehmensHochschule in der anabin-Datenbank mit H+ oder H+/-; gleiche Bedingungen wie vergleichbare inländische Praktikanten

Absolvent:innen der letzten zwei Jahre und Studierende mit Praktika bis zu sechs Monaten passen meist zu §16e — ganz ohne Beteiligung der BA. Studierende ausländischer Hochschulen nach dem vierten Semester mit längeren Praktika bis zu einem Jahr nutzen §15 Nr. 6 BeschV. Praktika, die unter keine Fallgruppe des §15 BeschV fallen, haben in der Regel keine Rechtsgrundlage für ein Visum. §16a AufenthG, der in diesem Zusammenhang manchmal genannt wird, betrifft die betriebliche Aus- und Weiterbildung — nicht Praktika allgemein.

Wann muss die Bundesagentur für Arbeit zustimmen?

Viele Praktika sind zustimmungsfrei (§15 BeschV), darunter alle Praktika nach §16e und Praktika in EU-geförderten Programmen wie Erasmus. Für fachbezogene Praktika ausländischer Studierender (§15 Nr. 6) und internationale Austauschprogramme (§15 Nr. 4) ist das Einvernehmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) bzw. ihrer ZAV nötig, bevor die Botschaft das Visum erteilen kann. Staatsangehörige der EU/des EWR und der Schweiz brauchen weder Visum noch BA.

Bei §15 Nr. 6 prüft die BA, ob die Hochschule in anabin mit H+ oder H+/- eingestuft ist, ob das Praktikum eng mit dem Studium verbunden ist und von qualifiziertem Personal begleitet wird und ob der Praktikant zu den gleichen Bedingungen wie vergleichbare inländische Praktikanten beschäftigt wird. Den Antrag stellt der Arbeitgeber — oder ein von ihm bevollmächtigter Dritter — mit Praktikumsvertrag, Praktikumsplan und ergänzenden Dokumenten, frühestens sechs Monate vor dem geplanten Beginn. In den Fällen von relokate antwortet die BA in etwa zwei Wochen.

Wie lange dauert es, ein Praktikumsvisum für Deutschland zu erhalten?

In den Fällen von relokate beträgt der Gesamtzeitraum vom Prozessstart bis zum ersten Arbeitstag des Praktikanten in Deutschland 8–18 Wochen, abhängig vom Antragsland und der aktuellen Botschaftskapazität.

1

Einvernehmen der BA (falls nötig)

≈ 2 Wochen

Arbeitgeber reicht die Unterlagen bei der BA ein. Bearbeitungszeit aus den Fällen von relokate 2026.

2

Wartezeit Botschaftstermin

Je nach Land

Stark länderabhängig; relokate prüft vor der Festlegung des Starttermins die aktuelle Wartezeit bei der zuständigen Botschaft.

3

Visa-Bearbeitung nach Termin

Je nach Botschaft

Konsulat prüft die Akte und stellt das Visum aus. Aktuelle Wartezeiten siehe Botschaftsfinder des Auswärtigen Amts.

8–18 Wochen

End-to-End in den Fällen von relokate (2026)

Vom Prozessstart bis zum ersten Tag. In Ländern mit hoher Nachfrage mit dem oberen Ende planen.

Häufiger Fehler

Ein Fehler, den relokate oft sieht: ein Startdatum festlegen, bevor der Visumsprozess gestartet ist. Ein Startdatum sollte erst vereinbart werden, wenn der realistische Zeitrahmen feststeht.

Wie relokate die Praktikumsvisa-Einstellung übernimmt

relokate übernimmt die Praktikanten-Einstellung end-to-end für deutsche Unternehmen, die Nicht-EU-Praktikanten holen. Wir prüfen, welcher Rechtsweg passt (§16e AufenthG oder §15 BeschV), bereiten den Antrag auf das Einvernehmen der BA vor, wo es nötig ist, koordinieren mit der ausländischen Universität die Pflichtpraktikums-Bestätigung, erklären die Optionen zum Nachweis des Lebensunterhalts (Sperrkonto oder Verpflichtungserklärung) und begleiten den Praktikanten durch den Botschaftsprozess. HR-Teams bleiben beim Onboarding — wir übernehmen Unterlagen, Fristen und Behördenkommunikation.

Aus 1.500+ Relocations seit 2020 sehen wir bei relokate immer wieder denselben häufigsten Grund für Verzögerungen beim Praktikumsstart: Das Angebotsschreiben legt ein Startdatum fest, bevor der Visa-Zeitrahmen bestätigt ist. Wir markieren dieses Risiko, bevor das Angebot rausgeht — damit HR-Teams keine Flüge umbuchen oder Mietverträge mitten im Prozess neu verhandeln müssen.

Wir markieren auch den realistischen Zeitrahmen, bevor ein Startdatum vereinbart wird — damit das Angebot nicht auf einen Termin abzielt, den der Visumsprozess nicht halten kann. Unser Preismodell kombiniert ein jährliches Software- & Compliance-Abo mit Fallpreisen — Fälle ab 950 €, beim ersten Fall ist die Software kostenlos.

Für den breiteren Kontext zur Einstellung internationaler Fachkräfte in Deutschland — Aufenthaltstitel, Blaue Karte und Übergang nach dem Praktikum — siehe unseren 2026er Leitfaden zur Einstellung internationaler Fachkräfte sowie den Leitfaden zur Blauen Karte EU für den Wechsel vom Praktikum in einen Aufenthaltstitel zur Beschäftigung nach dem Abschluss.

Häufig gestellte Fragen: Praktikumsvisum in Deutschland

Was ist der Unterschied zwischen einem Pflicht- und einem freiwilligen Praktikum in Deutschland?

+

Ein Pflichtpraktikum wird formal vom ausländischen Studiengang verlangt und schriftlich von der Universität bestätigt. Es ist vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen, der Praktikant muss aber mindestens 992 € netto im Monat für den Lebensunterhalt nachweisen. Ein freiwilliges Praktikum ist nicht im Curriculum vorgeschrieben und unterliegt dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € brutto pro Stunde in 2026 (bei 40 Wochenstunden rund 2.400 € im Monat) — außer es dauert bis zu drei Monate zur Orientierung oder studienbegleitend (§ 22 MiLoG).

Muss die Bundesagentur für Arbeit Praktikumsvisa immer zustimmen?

+

Nein. Viele Praktika sind zustimmungsfrei (§ 15 BeschV), darunter alle Praktika nach § 16e AufenthG und Praktika in EU-geförderten Programmen wie Erasmus. Für fachbezogene Praktika ausländischer Studierender (§ 15 Nr. 6 BeschV) und internationale Austauschprogramme (§ 15 Nr. 4) ist das Einvernehmen der BA (ZAV) nötig. Der Arbeitgeber beantragt es frühestens sechs Monate vor Beginn; in den Fällen von relokate antwortet die BA in etwa zwei Wochen.

Wie lange dauert es, ein Praktikumsvisum für Deutschland zu erhalten?

+

In den Fällen von relokate dauert der Gesamtprozess vom Prozessstart bis zum ersten Arbeitstag 8–18 Wochen: rund zwei Wochen für das Einvernehmen der BA, wo es nötig ist, danach Botschaftstermin und Visa-Bearbeitung, die je nach Land unterschiedlich lange dauern. In Ländern mit hoher Nachfrage sollten Sie mit dem oberen Ende dieser Spanne planen.

Darf ein Praktikant vor Erteilung des Visums anfangen?

+

In der Regel nicht: Das Visum muss vor Praktikumsbeginn erteilt sein. Ausnahme: Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, Südkorea, dem Vereinigten Königreich und den USA können visumfrei einreisen und den Aufenthaltstitel in Deutschland beantragen (§ 41 AufenthV); anfangen dürfen sie, sobald die Ausländerbehörde den Titel bewilligt hat.

Erlaubt ein EU-Aufenthaltstitel ein Praktikum in Deutschland?

+

Für sich genommen nicht. Ein Aufenthaltstitel eines anderen Schengen-Staats erlaubt Kurzaufenthalte in Deutschland, aber keine Beschäftigung. Praktika nach § 15 BeschV von höchstens 90 Tagen innerhalb von zwölf Monaten gelten jedoch nicht als Beschäftigung (§ 30 Nr. 2 BeschV) und sind deshalb während eines solchen Kurzaufenthalts möglich. Visumfreie Staatsangehörige brauchen dafür ebenfalls kein Visum, alle anderen ein Schengen-Visum oder einen Aufenthaltstitel eines anderen Schengen-Staats. Längere Praktika brauchen ein nationales deutsches Visum.

Was unterscheidet § 16e AufenthG von § 15 Nr. 6 BeschV für Praktikanten?

+

§ 16e AufenthG gilt für Studierende und Absolvent:innen, deren Abschluss höchstens zwei Jahre zurückliegt, für Praktika bis zu sechs Monaten, die fachlich und im Niveau passen; das Unternehmen gibt eine Kostenübernahmeerklärung ab, eine Zustimmung der BA ist nicht nötig. § 15 Nr. 6 BeschV gilt für Studierende ausländischer Hochschulen nach dem vierten Semester, für fachbezogene Praktika von insgesamt bis zu einem Jahr; die Hochschule muss in anabin mit H+ oder H+/- eingestuft sein, und die BA muss zustimmen. § 16a AufenthG betrifft die betriebliche Aus- und Weiterbildung, nicht Praktika allgemein.

Wie unterstützt relokate bei Praktikumsvisa?

+

relokate übernimmt als Full-Service-Partner für Visum und Relocation die Praktikanten-Einstellung von Anfang bis Ende: Wir prüfen, ob § 16e AufenthG oder § 15 BeschV passt, bereiten den Antrag auf das Einvernehmen der BA vor, wo es nötig ist, koordinieren die Pflichtpraktikums-Bestätigung der Universität und begleiten die Praktikant:innen durch den Botschaftsprozess. In den Fällen von relokate dauert der Gesamtprozess 8–18 Wochen, die BA antwortet in etwa zwei Wochen; wir nennen den realistischen Zeitrahmen, bevor ein Startdatum feststeht. Ihr HR-Team verfolgt jeden Fall im relokate-Dashboard. Nächster Schritt: Vereinbaren Sie eine 30-minütige Demo.

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Über den Autor

Hanna Kovacs

Hanna Kovacs

Product Manager, Global Mobility

Professional experience across the US, Hungary, and Germany in product management and operations. Deep expertise in German immigration law and the regulatory landscape for skilled worker migration. At relokate, Hanna owns the product roadmap, drives platform automation, and develops the compliance frameworks and immigration content that HR teams rely on.

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